Fachschule für Goldschmiede in Essen

Fachschule für Goldschmiede in Essen

An der Fachschule für Gestaltung am Berufskolleg Ost in Essen gab es seit 1990 die Möglichkeit, sich zum Gestalter fortzubilden. Diese großartige Möglichkeit der beruflichen Fortbildung wurde im Jahr 2013 aufgrund von Lehrermangel eingestellt.

Keine Fachschulklasse in 2014

Essen, Fachschule für Gestaltung am Berufskolleg Ost – seit 1990 konnten sich hier Goldschmiede zum staatlich geprüften Gestalter, Fachrichtung Edelmetallgestaltung – Schwerpunkt Schmuck und Gerät fortbilden.

Ferner konnte die Ausbildereignungsprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf abgelegt werden – und – mit der Abschlussprüfung konnte zeitgleich die Meisterprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf abgelegt werden.

Die Absolventinnen und Absolventen der Fachschule wurden in zweijähriger Vollzeitausbildung für Gold- und Silberschmiede befähigt, leitende Positionen in Betrieben des Gold- und Silberschmiedehandwerks zu übernehmen oder sich selbstständig zu machen. Hierfür sind Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Schmuckgestaltung, Kundenberatung, Werkstattleitung und kaufmännische Betriebsführung von großer Bedeutung.

Fachschule – Rückblick

Als 2013 bekannt wurde, dass der Fortbestand der Fachschule aufgrund eines Mangels an Lehrern ernsthaft gefährdet ist, haben sich neben dem Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V., dem Landesinnungsverband der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere Nordrhein-Westfalen zahlreiche Einzelpersonen für den Erhalt der Fachschule eingesetzt.

Dabei wurden persönliche Schreiben an die zuständige Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW Löhrmann gerichtet als auch eine Petition mit weit über fünfhundert Unterschriften überreicht.

Allein die Liste der Unterzeichner dieser Petition liest sich wie das „Who is Who“ im Goldschmiedehandwerk. Renommierte Persönlichkeiten und Firmen aus der Branche unterstützen den Erhalt. Ein bis dahin nie dagewesenes gemeinschaftliches Interesse, bei dem alle an einem Strang ziehen!

Worthülsen des Ministeriums

Eine Reaktion des Ministeriums erfolgte – ich zitiere aus dem an mich gerichteten Antwortschreiben aus Düsseldorf:

Das Schulministerium wie auch die Bezirksregierung Düsseldorf haben großes Interesse, diesen Standort mit der fachlichen Expertise aufrecht zu halten und das Bildungsangebot dauerhaft zu sichern. …

Und dann – ein Schlag ins Gesicht

Und heute? Heute können wir in einem Bericht der „WAZ“ lesen, dass es auch im Jahr 2014 keine Fachschulklasse geben wird. Der Schulleiter lässt sich mit den Worten zitieren, das für ihn diese Ausbildung eine „On-Top-Ausbildung“ sei und man sie sich aufgrund der knappen Kassen nicht leisten müsse! Das ist in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht der Gesellschaft, wenn ein Schulleiter über die kulturellen Bedürfnisse eines ganzen Landes entscheidet! Ja – kulturell, denn Schmuck ist Kultur!

Frau Ministerin Löhrmann – wo ist Ihr Interesse geblieben? So, wie es momentan aussieht, sind die Worte aus Ihrem Ministerium nicht das Papier wert, auf dem sie stehen!

Mit freundlichen Grüßen!

Mario Sarto

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