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Palladium

Palladium – Elementsymbol: Pd

Der Physiker, Arzt und Chemiker William Hyde Wollaston (6.8.1766 – 22.12.1828) erkannte 1803 Palladium im Rest der Lösung, die er mit Platin und Königswasser herstellte. Den Namen hat es von dem kleinen Planeten Pallas erhalten, der kurz zuvor von Sir William Herschel entdeckt worden war.

Das Metall gehört zu den drei leichten Platinmetallen und ist nach Silber das leichteste der Edelmetalle. Palladium ist sehr weich, zäh und hat unter den Platinmetallen den niedrigsten Schmelz- und Siedepunkt. Seine Farbe ist in reinem Zustand hell weiß.

Palladium – Vorkommen und Gewinnung

Palladium kommt sowohl chemisch gebunden als auch gediegen (in metallischer Form) vor. Hier ist es Begleiter von Gold, Platin, Nickel, Silber und Kupfer. Somit sind die Länder, welche die genannten Metalle abbauen, auch Palladiumproduzenten. Hier wird es als Nebenprodukt bei der Platin- und Goldraffination gewonnen.

Palladium – Verwendung

Das Material selbst ist als Schmuckmetall im Vergleich zu Gold und Silber noch relativ jung. Für den englischen König Georg IV. wurde 1826 eine Zeremonien-Kette aus Feinpalladium hergestellt. Um die Jahrhundertwende war dieses Edelmetall extrem teuer, weshalb man das damals billigere Platin bevorzugte. Bis heute konnte sich – abgesehen von sehr hochwertigen Einzelstücken und kleinerer Serien – in Deutschland das Edelmetall nicht als Schmuckmetall durchsetzten. So findet es hier vorrangig als Legierungspartner von Platin und Gold Verwendung. Es ist heute bei der Herstellung von Weißgold der wichtigste Legierungszusatz – neben dem Silber und dem Kupfer. Außerhalb der Schmuckbranche findet es breite Verwendung in der Zahnmedizin, Elektrotechnik und als Ersatz für Platin als Katalysator in Abgassystemen.